FH-Personal / Future Democracies

2021 – 2027
Gesamtförderung: 1,1 Mio. Euro

Wie wollen wir in der Zukunft die Grundregeln unseres Zusammenlebens gestalten? Was bedeutet Demokratie im 21. Jahrhundert? Für diese essenziellen Fragen hat die Karlshochschule einen neuen Ort entwickelt – das Reallabor „Future Democracies“ (FH-Personal).

Ein Reallabor bedeutet: Wir machen das wissenschaftliche Labor zu einem realen Ort und wir holen die Realität ins Labor. Fragen, die Menschen in Karlsruhe und dem globalen Dorf an zukünftige Demokratien stellen, werden im Rahmen von „Future Democracies“ an der Karlshochschule im Dialog mit Wissenschaft und Kunst, Politik und Ökonomie verhandelt. Es gibt eine Reihe von Themen, die im Reallabor „Future Democracies“ aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet werden.

Zum einen bringt das Reallabor „Future Democracies“ die Wissenschaft an den Tisch von Zivilgesellschaft und Kultur – und sie hinterfragt zugleich die Rolle der WISSENSCHAFT in einer zukünftigen Demokratie. Wie konstruieren wir Wissen durch Forschung, wie scheiden wir verschiedene Arten des Wissens voneinander und wie schaffen wir es, dass in Zeiten von Fake News Gesellschaften einen Konsens des Wissens organisieren, auf dessen Grundlage sie Entscheidungen über das Zusammenleben treffen können? Gemeinsam mit den kulturellen Organisationen wollen wir fragen, welche Rolle die Kultur in einer nachhaltigen Gesellschaft einnehmen kann. Gibt es neben den drei Dimensionen der Triple Bottom Line, der sozialen, der ökologischen und der ökonomischen, auch eine Dimension der kulturellen Nachhaltigkeit?

Als Management-Hochschule fragt die Karlshochschule in ihrer Lehre zudem danach, welche Rolle die Ökonomie in einer zukünftigen nachhaltigen Demokratie einnehmen kann. In welche zukünftigen Ökonomien führt uns die Demokratie der Zukunft, welche Spielregeln der Märkte diktieren unser Spiel – wie können wir zukünftig Spielregeln definieren? Doch auch Menschen sind nicht nur Bürger in einer Demokratie, sondern Konsumenten in Märkten. Das Reallabor will daher auch verstehen, wie Kulturen des Konsums funktionieren und welches Transformationspotenzial sie haben.

Wenn wir danach fragen, wie wir als Bürger in der Demokratie leben wollen, dann geht es auch immer wieder um ethische Abwägungen, um die Frage nach dem richtigen Handeln – wie sich einerseits theoretisch-philosophisch diskutieren lässt, die andererseits aber auch eine zutiefst verkörperte emotionale Erfahrung sein kann. Dieser Art einer Embodied Ethicality und ihrer Rolle für die Herausforderungen der Zukunft möchten wir mit Menschen aus Karlsruhe, der Region und der Welt als ein offenes Forum diskutieren. Und nicht zuletzt bewegen wir uns auch im digitalen Raum, in dem wir der Digitalisierung nachspüren wollen, welche Auswirkungen sie hat auf unser Zusammenleben, auf die digitalen Ökosysteme, in denen wir uns aufhalten.

Zu guter Letzt müssen wir uns auch fragen: Wenn wir über die Zukunft unserer Demokratie reden – welche Möglichkeiten haben wir überhaupt, Zukunft in die Gegenwart zu holen und beschreibbar zu machen? Wie können wir überhaupt eine Sichtbarmachung der Zukunft erzeugen? Hierzu und für all die anderen Fragen wollen wir in einen Austausch treten, mit Ihnen und mit allen Organisationen, Institutionen, Unternehmen, die interessiert sind.

Partnerschaft

Partnerschaften mit der Stadt Karlsruhe, KA-News und vielen anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen der Region.

Projektergebnisse

Am Ende der Projektlaufzeit sind entsprechende Publikationen geplant, die wir hier präsentieren werden.

Kontakt

Koordinator: Björn Bohnenkamp (reallabor@karlshochschule.de)

Weitere Informationen über das Projekt unter: https://www.fh-personal.de